Juni 28th, 2009 von admin

Vom Shun Tak Centre, dem modernen Terminal für den Fährverkehr von und nach Hongkong im Äußeren Hafen, kann man mit Taxi oder Bus ins Zentrum fahren, wo sich die meisten Hotels befinden. An der Tribüne der Autorennstrecke vorbei kommt man zu dem eigenartigen Lisboa Hotel, bei dem ein Denkmal für Gouverneur Ferreira do Amaral, den Begründer des unabhängigen Macao, steht. Das Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum Macau Forum, nahe beim Porto Exterior (Äußerer Hafen, an der Ostseite der Halbinsel), wurde 1985 eröffnet. Am Hafen beginnt die breite, von Bäumen beschattete Rua da Praia Grande, die sich am Strand hinzieht. Zwischen dem Hotel Lisboa und dem Porto Interior (Innerer Hafen, an der Westseite der Halbinsel; hier das schwimmende Spielkasino Macau Palace) erstreckt sich, quer durch die ganze Halbinsel, die Avenida Infante Dom Henrique, dann die Avenida Almeida Ribeiro, die wichtigste Einkaufsstraße von Macao. Im Zentrum erweitert sich die Avenida Almeida Ribeiro zum Largo do Leal Senado, an dem der imposante Lea’ Senado (Senatsgebäude) steht. Seinen Beinamen ‘bar (= legal, solidarisch) erhielt der Senat von Macao, weil er dem vor den napoleonischen Truppen nach Brasilien geflüchteten portugiesischen Hof im Jahre 1809 ein Kriegsschiff zur Unterstützung gesandt hatte. Das heutige Senatsgebäude ist angeblich 1784 an der Stelle eines älteren Baues errichtet worden. Die Fassade wurde erst 1870 angefügt und das gesamte Bauwerk 1939-1940 gründlich restauriert. Es umschließt einen hübschen Innenhof; zum Ratssaal und der Bibliothek (etliche Bücher aus dem 16. Jh.) im ersten Stock führt eine Treppe hinauf. Am nordöstlichen Ende des Platzes steht die Santa Casa da Misericordia, die Niederlassung einer 1498 gegründeten karitativen Einrichtung. Ihre Entstehung verdankt die Casa da MisericOrdia dem Jesuiten Dom Melchior Nunes Cameiro Leitäo, dem ersten Bischof von China und Japan; sein Haupt wird in einem gläsernen Reliquiar aufbewahrt. Wenige Schritte östlich steht die Se Catedral (Kathedrale), 1844 bis 1850 an der Stelle einer Kirche aus dem 17. Jh. erbaut und 1938 rekonstruiert. Sie zeigt den Stil einer Basilika mit zwei festen Türmen; im Schrein über der Kapelle die Überreste christlicher japanischer Märtyrer, die im 17. Jahrhundert den Tod gefunden haben. Vom Leal Senado führt die Rua Central südwestlich zur 1586 erbauten, 1814 erneuerten und 1875 umgebauten Kirche Santo Agostinho (Augustinuskirche), der größten in dieser Gegend. Gegenüber das Teatro Dom Pedro, das heute zum Club de Macau gehört. Einige Schritte weiter die Kirche Säo Louren (St. Laurentius; urspr. 16. Jh., im 19. Jh. mehrmals umgestaltet) mit barockisierendem Inneren. Dahinter, hügelabwärts, der charakteristischste und malerischste alte Wohnbezirk der Stadt. Unmittelbar hinter der Laurentiuskirche steht das St.-Joseph-Seminar mit einer 1746-1758 erbauten Kirche, zu deren Fassade eine Treppe hinauf führt; hier ist ein Museum religiöser Kunst im Aufbau.

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