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La Desirade ist nur 2 km breit und 11 km lang. Etwa 1.700 Menschen leben auf dieser friedlichen Insel, die knapp 10 km vom Pointe des Chäteaux (Grande-Terre) entfernt liegt. Die höchste Erhebung von La Desirade liegt bei 273 m. Bewohnt ist die schmale Insel lediglich an der Küste im Süden. Hier verläuft auch die einzige Straße, denn der Norden der Insel ist felsig und zerklüftet. Die Bewohner leben vorrangig vom Fischfang. Aufgrund der Trockenheit (die durchschnittlichen Jahresniederschläge betragen lediglich 1.000 mm) ist eine ergiebige Landwirtschaft nicht möglich. Das Eiland verfügt über keine nennenswerte tropische Pflanzenwelt. Erwähnenswert sind lediglich die zahlreichen Kaktu.sgewächse und wilden Orchideen in der nördlichen Klippenlandschaft, das ein Reservat für Kleintiere darstellt. So sind hier zahlreiche Agoutis, Wildkaninchen, Leguane, daneben Seevögel wie Fregallvtigel und auch Pelikane zu finden. Aus Ausgrabungsfunden schließt man, daß Cariben-Indianer die Insel bewohnt haben. Aber ihr Aufenthalt war vermutlich nicht von langer Dauer. Von Kolumbus wurde La D6sirade auf seiner zweiten Reise gesichtet. Sie war das erste Stück Land, das die Seefahrer nach ihrer langen Fahrt erblickten. Verständlich daher auch die Namensge- bung, denn die Insel wurde EMsid&ada, die Envünschte , getauft. Wegen ihrer Unwirtlichkeit wurde La Dösirade von der Kolonialisierung verschont. Sie geriet wieder in den Blickpunkt des Interesses, als 1725 Guadeloupe von einer Lepra-Epedemie heimgesucht wurde. Der damalige Gouverneur De Moyencourt ordnete an, die Leprakranken auf die unbewohnte Insel abzuschieben. Medizinisch ver- sorgt wurden Leprakranken erst, als 1930 eine Leprastation eingerichtet wurde, die bis 1954 in Betrieb war. Einige Adelige wurden während der Französischen Revolution auf die Aussätzigeninsel verbannt. Ansonsten ließen sich nur wenige Siedler freiwillig auf La Dösirade nieder. Der kleine Hauptort Grande-Anse hat an touristischen Attraktionen lediglich seine Kirche und den kanonenbe- wehrten Place du Moine-Mendiant zu bieten. Außerdem gibt es ein Rathaus ein Postamt und eine Bibliothek.