Die größte der Kanarischen Inseln (2050 qkm) ist landschaftlich auch die vielseitigste. Wo immer Sie Quartier beziehen, im heißen, eher tristen Süden oder im klimatisch wechselhafteren Norden inmitten üppiger Natur - die Insel sich auf Wanderungen zu erschließen, ist faszinierend. Die Voraussetzungen hierfür sind bestens, denn Teneriffa hat ein gut ausgebautes Straßennetz und mit dem Omnibus gelangt man praktisch überall hin. Dies hat zudem den Vorteil, dass Sie zeitlich flexibler sind, wenn der Endpunkt Ihrer Wanderung ein anderer sein sollte als der Ausgangspunkt. Dennoch ist ein Mietwagen praktisch und relativ preiswert. Urlauber auf Teneriffa wohnen meistens in oder um Puerto de la Cruz im Norden, oder in Los Christianos im Süden, vielleicht noch in Bajamar in der Nordostecke der Insel. In diesen völlig unterschiedlichen Regionen bietet dieser Wanderführer denn auch das Gros der Wanderungen an: im grünen Orotavatal, im kargen, verbrannten Südwesten um Adeje und Vilaflor (höchst gelegenes Dorf Teneriffas mit 1450 Meter!) bis hinauf in die Calia- das, im Tenogebirge sowie im bizarren Anagagebirge. Die Naturschönheiten dieser Insel sind mannigfaltig. Schon ein paar Kilometer von den touristischen Ballungszentren entfernt, können Sie mutterseelenallein die Insel durchstreifen, wenn sie bereit sind, Höhen zu überwinden. Viele Wanderungen auf Teneriffa sind auch deswegen so reizvoll, weil sie durch gleich mehrere Vegetationszonen führen. Das milde Klima von durchschnittlich 20°, ein mitunter angenehm kühler Wind und eine hohe Sonnenscheindauer das ganze Jahr über machen Wanderungen überaus lohnenswert. Beschilderte Wanderwege gibt es vor allem im Orotavatal, auch im Anagagebirge, Zudem werden Sie überall auf Teneriffa Pfade und Fußsteige, Ziegen- und Eselswege finden, oft einzige Verbindungen mit oder zwischen abgelegenen Dörfern.
Sie lohnen vor allem für denjenigen, der auf eigene Faust wandern möchte, improvisierfreudig ist, einen Hauch von Abenteuer sucht und neben allem Wandern die Naturschönheiten nicht missen will, die diese Insel im Überfluss bietet. Ob durch endlose Bananenplantagen oder hochalpin in den Cariadas, ob über blühende Wiesen oder durch weite, würzige Kiefernwälder - vom Spaziergang bis zur anstrengenden Tagestour müsste eigentlich für jeden etwas dabei sein. Die Flora gilt als noch nicht tropisch, eher ozeanisch-subtropisch mit enormen Dickblattgewächsen und seltenen Korbblütlern, mit Palmen, uralten Drachenbäumen, langnadeligen Kiefern, Orangenhainen, Mandelbaumkulturen und saftig grünen Kartoffeläckern. Und überall vulkanischer Boden: schwefeldämpfig aus dem Teidekrater, schwarzsandig an den Küsten, die zumeist unwirtlich und steil sind. Teneriffa ist wie die meisten anderen Inseln des Archipels keine Badeinsel, von einigen Stränden hauptsächlich im Süden abgesehen. Eine Wanderinsel ist sie allemal; ideal dafür sind die Monate Januar bis Mai. Aber eigentlich ist auf Teneriffa immer Frühling, und den Kanarischen Inseln das beste Klima der Welt zusprechen zu wollen, ist nicht einmal übertrieben. Die größte Kanaren-Insel bietet eine abwechslungsreiche Landschaft. Hier findet man alle Vegetationszonen von der Wüste bis zu tropischen Tälern mit wilden Papageien und Kanarienvögeln, den Namenspatronen der Kanarischen Inseln. Der Norden ist grün und fruchtbar mit in Terrassen angelegten Feldern für Weinbau und tropische Früchte, hier liegen die großen Städte und Reiseziele. Der Westen und Teile der Südküste sind rauher mit Steilküsten, vorgelagerten Felsen und Klippen und zahlreichen Sandstrandbuchten mit Ferienzentren, wie Playa de los Americas oder Playa de los Cristianos an der Südwestküste. Inmitten der Insel steht der 3718 m hohe Pico de Teide, der höchste Berg der Kanarischen Inseln und damit Spaniens.
Hauptstadt ist Santa Cruz de Tenerife an der Südostküste mit dem Parque Municipal Garcia Sanabria, der schönsten Parkanlage der Kanaren und der Kirche Nuestra Sehora de la Concepciön (frühes 16. Jh.) mit dem Kreuz des Eroberers Alonso Fernändez de Lugo, dem Wahrzeichen der Stadt, dem großen Überseehafen und im Norden dem Strand der Stadt, dem Playa de las Teresitas. Tip: Besuchen Sie doch mal den Loro Park Neben dem Inselflughafen Reina Sofia liegt der Badeort Los Cristianos, der Fährhafen nach San Sebastian auf Gomera ist. An der Nordküste liegt die zweite Hafenmetropole der Insel, Puerto de la Cruz mit Kirchen aus dem 17. Jh., dem Strand der Costa de Martiänez mit dem gleichnamigen See, dem tropischen Tal Valle de la Orotava und zahlreichen Botanischen Gärten. Zwischen den beiden Hafenstädten liegt La Laguna im altspanischen Kolonialstil. Eindrucksvoll ist der Nationalpark Parador Nacional de Las Cahadas del Teide mit alpiner Vulkanlandschaft in einem der größten Vulkankrater der Welt, Caldera de las Cafiadas mit seinen bizarren Felsformationen, der Bosque de la Esperanza (Wald der Hoffnung) mit altem Kiefern- und Eukalytusbaumbestand und die kleinen Fischerorte Puerto de Santiago, Los Cristianos und el Mädano. Candelaria, südwestlich von Santa Cruz, ist wichtigster Wallfahrtsort der Kanaren zu Ehren der Schutzpatronin der Kanarischen Inseln, der Virgen de Candelaria. Teneriffa ist verkehrsmäßig vollkommen erschlossen, es besteht eine Ringstraße um die schaften, die Bergstation der Teide-Seilbahn und den Nationalpark.
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