Juni 26th, 2008 von admin

Das ehemalige Fürstentum Sikkim liegt im Himalaya im Nordosten Indiens und ist seit 1975 22. Bundesstaat der Indischen Union. Im Norden liegt Tibet, im Westen das Königreich Nepal, im Osten Bhutan und im Süden Indiens Bundesstaat Westbengalen. Das Land wird von seinen Bewohnern “Edelstein in der Krone Indiens” oder Reistal genannt und liegt am Fuße des mit 8598 m dritthöchsten Berges der Erde, des Kanchenjunga. Die Bewohner stammen vorwiegend aus Nepal und Tibet. Sikkim ist bergig und gebirgig, Städte, Dörfer und Klöster schmiegen sich an Abhänge teils steiler Berge. Grüne Wälder, bewaldete Hänge, wilde Kirschen, Lorbeer, Eichen, Kastanien, Fichten, Magnolien, Orchideen, Rhododendren, Blumenwiesen, reißende Flüsse und Bäche werden von 5 schneebedeckten Gipfeln umrahmt. Über 600 Vogelarten und Schmetterlinge begleiten Wanderer und Bergsteiger auf ihren Wegen und Pilgerpfaden. Die Tierwelt besteht aus Bären, Leoparden, Schneeleoparden, Rotwild, Moschustieren, roten Pandas. Das Klima ist mild, in den Tälern weht immer ein frischer Wind, in größeren Höhen wechselt es bis hochalpin. Sehenswert sind neben der grandiosen Berglandschaft die alten Klöster (Gompas oder Gömpas), in denen rot- gekleidete Mönche mit Trommeln und Blasinstrumenten alte Riten des tantrischen Buddhismus zelebrieren. Bekannteste der 67 Klöster sind Rumtek, Pemayangtse, Tashiding, Phodang, Dhubdi. Nur 1/3 der Bevölkerung sind Buddhisten, knapp 2/3 Hindus. Gangtok (”erhabener Berg”), Hauptstadt und einzige Stadt des Landes (über 1500 m hoch gelegen), mit Blick auf den Kanchenjunga, hat eine Sammlung tibetischer Schriften und Thankas (Rollenbilder) sowie den Orchideengarten, der alle Arten des Landes zeigt. Über den Häusern mit ihren Pagodendächern und den Basaren erhebt sich, hoch über Gangtok, das königliche Gompa Tsuklakhang, mit seinen Holzschnitzereien und buddhistischen Schätzen. Malerisch sind auch die Basare der Städte. Rangpo, die Grenzstadt, ist der erste Punkt nach der Einreise, wo Orangen, sikkimesische Liköre und Rum feilgeboten werden. Berühmt sind die Maskentänze bei Festlich- keiten in den Klöstern (u.a. Enchey, Dez/Jan, Rumtek, Juni). Das sikkimesische Hirsebier (Chang), das heiß durch ein Bambusrohr geschlürft wird, ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Es werden Touren angeboten (u. a. auch Kloster Rumtek). Für Sikkim ist eine Sondergenehmigung erforderlich, die aber ohne weiteres erteilt wird und in Gangtok um 3 Tage verlängert werden kann. In organisierten Gruppen gibt es die Möglichkeit, bis zu 15 Tage Trekking zu unternehmen.
Die Hauptorte sind über Autostraßen (Bus, Taxi, 4 Std.) von Indien aus zu erreichen, der nächstgelegene Flugplatz (Flugzeug, Helikopter) ist Bagdogra (130 km) in Westbengalen, nächste Bahnstationen sind Siliguri und New Jalpaiguri, anschließend Busverkehr.

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