Cook-Insulaner
Bitte beleidigen Sie uns nicht, indem Sie uns Trinkgeld anbieten - der Hinweis in einem Prospekt des Tourismusbüros bringt zum Ausdruck, daß Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit, aber auch gesunder Stolz in der Natur der Cook-Insulaner liegen. Nur 20 000 Menschen bevölkern einen Staat, in dessen fast 2 Mio. km2 großen Meeresoberfläche nahezu ganz Westeuropa Platz fände. Zwei Archipele, die Nord- und die Südgruppe, bringen es mit 15 Inseln auf 240 km2 Land. Zwölf Inseln sind bewohnt. Die Inseln der Nordgruppe sind niedrige Korallenatolle, die der Südgruppe - hier leben 88% der Bevölkerung sind hohe Vulkaninseln sowie flache und erhobene Atolle. Auf der Hauptinsel Rarotonga lebt die Hälfte der Cook-Insulaner auf 65 km2, einem Viertel der Gesamtfläche. Die Cook-Inseln erstrecken sich fast vom Äquator bis zum Wendekreis des Steinbocks. Auf den von Urlaubern meist aufgesuchten Inseln der Südgruppe sind die Jahreszeiten bereits relativ stark ausgeprägt, und in den Wintermonaten von Mai bis August können durchaus Temperaturen um 15° auftreten. Temperaturen, Niederschläge und Luftfeuchtigkeit erreichen zwischen Dezember und März Höchstwerte. Der Jahresmittelwert für die Tagestemperaturen liegt bei 26 °C. Die Fauna und Flora auf den Cooks ist relativ artenarm. Hunde existieren auf Rarotonga in so großer Zahl, daß sie zuweilen eine richtige Plage werden - ihre angriffslustige Haltung hat das Elektrizitätswerk dazu geführt, die Rubik »Ableser wurde von Hunden gejagt« mit $ 5 in ihre Tarifliste aufzunehmen. Das Cook Islands Natural Heritage Project studiert die einheimische Fauna und Flora und gibt hervorragende Dokumente heraus. Die Cook-Inseln sind ein unabhängiger Staat in freier Assoziierung mit Neuseeland. Dem Parlament steht der Premierminister vor, der auch die Kabinettsminister ernennt. Die traditionellen Führer sind im House of Ariki zusammengefaßt, das in bezug auf Landrecht und Brauchtum Mitspracherecht besitzt. Staatsoberhaupt des Commonwealth- Staates ist die englische Königin, die durch den Queen’s Representative vertreten wird. Trotz vielfältiger Bemühungen bleibt der primäre Wirtschaftssektor krisenanfällig. Ein bedeutender Teil der Rarotonganer lebt direkt oder indirekt von Arbeitsstellen in der Verwaltung. Der Tourismus ist derzeit die Haupteinkommensquelle mit 40 000 Besuchern im Jahr 1991 und ansteigender Tendenz. Offizielle Sprachen des Landes sind Rarotonganisch, eine polynesische Sprache, und Englisch. Jede der äußeren Inseln hat eine eigene Sprache, die in sich in manchen Fällen stark vom Rarotonganisc hen unterscheidet.

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