Tibet
Die autonome Region Tibet liegt nördlich des indischen Subkontinents und des Himalaya-Massivs. Die südlichen Nachbarn sind, von Westen nach Osten, Indien, Nepal, das zu Indien gehörige Sikkim, das Königreich Bhutan und das ostindische AssamHochland. Das Klima dieser Trockensteppe ist kontinental trocken, mit heißen, kurzen Sommern und eisigen Wintern. Das tibetische Hochland ist die ausgedehnteste geschlossene und höchstgelegene Landmasse der Erde und zugleich der isolierteste Großraum Asiens.
Ackerbau und Viehzucht sind bis in große Höhen möglich. Viele der Hochlandseen sind stark salzhaltig, es gibt zahlreiche Mineralquellen. Tibet ist streng buddhistisch. Während der chinesischen Kulturrevolution, in den fünfziger Jahren, wurden nahezu 90 % der über 1300 Klöster und Klosteranlagen zerstört, die jetzt z. T. von der chinesischen Regierung wiederaufgebaut und, nicht zuletzt des Tourismus wegen, restauriert werden. Der Potala-Palast in Lhasa, der Regierungssitz des seit 1959 im indischen Exil lebenden Dalai Lama, des religiösen Oberhauptes der Tibeter, gilt als eines der 8. Weltwunder. Außer zu buddhistischen Kultstätten geht der Tourismus verstärkt in Richtung Bergsteigen und Trekking. Die Straßen sind größtenteils Pisten, die oft längere Zeit unpassierbar sind. Von Lhasa gibt es eine Straße bis nach Peking. Wichtig für den Fremdenverkehr sind die Flugverbindungen nach Peking und, seit kurzer Zeit, vor allem Kathmandu.

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