Cala Figuera
Fünf Kilometer sind es nur bis zur Cala Figuera , eigentlich der alte Hafenplatz von Santanyi, tief zwischen den Felsen eingebuchtet, eine Flußmündung sogar (Torrente dels Oms); Wachtturm von 1569, alles malerisch und ein bißchen romantisch, trotz der vielen Touristen zur Saison; kleiner Sandstrand, viel Kiefernwald und oberhalb der Hafenbucht ein Spazierweg, 30 Minuten hinüber zur benachbarten Cala Santanyi mit sehr schöner Feinsandbucht im auslaufenden Cation, oberhalb des Strandes Urbanisation, nd von dort, 15 Minuten durch Pinienwald und entlang der Klippenküste zum Blick zur durchbrochenen Felsformation Es Pontas, die Brücke; und zur Cala Llombarts. Während die Hauptstraße C-717 Santanyi direkt mit Campos verbindet, fahren wir auf der PM -601 über Llombarts (Llombads, alte Siedlung am Platze eines arabischen Gutes) zum Abzweig >Faro de Salina, 9 km<. Wer die Stille sucht, wem weite Kornfelder und Wiesen vor leicht schwingenden Kiefernwipfeln, hier und dort hingestippt rot, gelb, weiß oder violett Tüpfelchen irgendwelcher Blüten, noch helles Entzücken hervorlocken können, wer dazu eine sanftwellige Heidelandschaft liebt und zu alledem blauen Himmel und Sonne, der darf diese paar Kilometer durch die S’Hort Na Rotja genannte Landschaft nicht auslassen. Andere >Sehenswürdigkeiten< gibt es dort nicht, gottlob möchte man paradoxerweise sagen und wünschen, daß es noch überall auf der Insel so wäre wie-hier, wo noch keine Urbanisation der Natur fremde Akzente aufgesetzt hat, sondern allein die alten, nirgendwo endenden Steinmauern vor malerischen Baumgruppen wie Wächter den reichen Garten Mallorcas abzuschirmen scheinen vor unserer hektischen Moderne ? oder wie der Dichter Toms Forteza 1869 sang: »Ein schönes Land ist Mallorca, denn Mallorca ist ein reicher Garten.« Am Meer der weiße Leuchtturm, rotfarbene Klippenküste, weit draußen deutlich die Insel Cabrera, ein paar hundert Meter weiter rechts der Sandstrand Playa d’es Caragol, Platz nur für Individualisten, noch immer ein Geheimtip für den, der Minigolf, Diskothek, Charley’s Ranch oder wer weiß was entbehren kann. Kurz vor Salinas liegt Mallorcas neueste Attraktion, Botanicus, der botanische Garten, auf einer Gesamtfläche von 180000 m2 mit zwei künstlichen Seen voller Wasserpflanzen, einem Palmengarten, künstlichen Hügeln, einer originalen mallorquinischen Windmühle und einem arabischen Wasserrad, einer ?Noria<. Begeistern kann hinter einer Pergola voller Bougainvillas ein typischer mallorquinischer Garten mit Oliven- und Johannisbrotbäumen, Orangen, Zitronen, Pinien und fast allen auf Mallorca und Menorca irgendwo heimischen Pflanzen und Blumen. Kakteenliebhaber finden ihr Dorado auf 50 000 m2 mit nahezu allen auf der Welt vorkommenden Kakteenarten. Sie sind so geordnet, daß sie wie Gemälde wirken und berühmten Malern, etwa Renoir, van Gogh oder Toulouse-Lautrec zugeordnet werden können. Ses Salinas hat nichts Sehenswertes. Beachten Sie jedoch beim Vorbeifahren befestigte Häuser mit turmähnlichen Seitenflügeln, Schutzbauten aus der Piratenzeit. Am Ortsende linksab nach Süden, Feldweg 2 km, zu den Talayots Juana dels Antigors und del Mitjä Gran, sehr große ringförmige Anlagen aus unterschiedlich großen Steinblöcken um einen mächtigen Talayot-Turm, ein Rundbau mit einem runden Innenraum von gut 6 m im Durchmesser, im Achsenpunkt die Reste einer Mittelsäule aus aufeinandergeschichteten Steinblöcken. Beachtenswert der Eingang zum Innenring durch die einstmals viel höhere Ringmauer, relativ breit über aufrechtstehenden Füllungssteinen ein tonnenschwerer Monolith. (Da kein Hinweisschild, einfach erfragen, dann leicht zu finden.)

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