November 29th, 2008 von admin

Cuevas del Harns, Besichtigung der Höhlen etwa 30 Minuten; 350 m lang mit dem kleinen See >Mare de Venezia<, insgesamt weniger groß und imposant als die Höhlen von Drach oder Arta, dafür zarter in den opalen und gelb-roten Farbtönen, filigrane Tropfsteinbildungen, oft bizarr geformt und deshalb ebenfalls mit Phantasienamen belegt. Die große Sala de Descanso ist fast kreisrund und mißt 50 m im Durchmesser. Die Höhlen wurden 1906 entdeckt (Hams = Harpune, wegen auffallend vieler Tropfsteingebilde in Harpunenform). Porto Cristo, Fischerort und Touristenzentrum an einer tiefen Bucht, Wachtturm (17. Jh.) und die Cueva des Coloms an der Hafeneinfahrt, kleiner Sandstrand, zur Saison laut und hektisch. ? 7 km nördlich Cala Moreya (200 m Sandstrand) und kleine Playa de Sa Coma. Cuevas del Drach, Besichtigung gut eine Stunde oder länger, älteste und längste bekannte Höhle der Insel schon im Altertum, Fluchtburg bei mittelalterlichen Piratenüberfällen, stark verrußt, innere, tiefe Partien erst 1896 auf Anregung und mit finanzieller Hilfe durch Erzherzog Ludwig Salvator vom französischen Höhlenforscher Martel erforscht; nach ihm heißt der 177 x 40 m und bis 9 m tiefe Höhlensee >Lago Martel<, größter unterirdischer See der Erde, kristallklar, gering salzhaltig, da Verbindung zum Meer, Ebbe und Flut. Das Gesamthöhlensystem liegt etwa auf Meeresniveau und ist 1300 m lang; Grotten und hervorragende Tropfsteinbildungen sind phantasievoll benannt; am Mal-See Licht- und Tonvorführungen mit Melodien von Chopin, Händel und Offen- bach; Bootsfahrt auf dem See. (Bei Zeit und Interesse, besonders mit Kindern, nur knapp 5 km nordwärts von Porto Cristo, Besuch der Reserva Africana, Auto-Fotosafari im 40 Hektar großen Freigehege, mehr als 350 Tiere, u. a. Giraffe, Elefant, Nashorn, Flußpferd, Zebra, Watussirind, Pavian, Leopard, Schild- kröte, Kudu, Antilope, Wasserbock, Gnu, Gemsbock, Mähnenspringer, Pelikan, Kranich, Springbock, Strauß, Flamingo, Storch, Hornrabe, Marabu, Nimmersatt, Kuttengeier und andere. Das Gelände ist nur im Auto zu befahren, Filmen und Fotografieren ist überall erlaubt; angeschlossen ist ein Babyzoo mit Jungtieren und eine Delphinschau. Hauptaufgabe der Einrichtung: Zucht und Verkauf von Tieren an zoologische Gärten, Durchgangs- und Quarantänestation neuerworbener Tiere.) Vermutlich wird der Tierpark 1990 geschlossen, um einer Mammut-Urbanisation Platz zu machen. Möglicherweise entsteht dann aber ein neuer Safari-Park auf einer Finka im Gemeindegelände von San Lorenzo.

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