Dezember 27th, 2008 von admin

Wer Zeit dazu hat: Delhis weniger besuchte Sehenswürdigkeiten sind durchaus sehenswert. Das National Museum an der Janpath, gleich nach der Rajpath-Kreuzung, enthält eine der größten und wertvollsten Sammlungen indischer Kunst und Kultur. Es beherbergt viele entscheidende Funde aus der Zeit prähistorischer Zivilisation und aus der Industalkultur, Terrakottafiguren des 7. und 8. Jahrhunderts, Miniaturmalereien und Skulpturen aus der Maurya-, Gandhara- und Gupta- Periode. Zentralasiatische Antiquitäten sind reichhaltig vorhanden (mit einigen tibetischen Gegenständen, die 1940 während der Younghusband-Expedition heimlich aus Lhasa geschmuggelt wurden). Ein neuer Flügel widmet sich ganz volkstümlichen, klassischen und stammesgebundenen Musikinstrumenten. Der Museumsladen bietet günstige Nachbildungen berühmter Skulpturen und zeigt samstags und mittwochs um 14.30 Uhr gute Filme; täglich, außer Montag, von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Indira Gandhi Memorial, in der Safdarjang Road 1, war bis zu ihrer Ermordung 1984 die Residenz der Premierministerin Indiens und ist heute ein Museum mit vielen ihrer persönlichen Habseligkeiten und einer Fotoausstellung. Ihre Tonbandstimme folgt dem Besucher durch den Garten, und die Stelle, an der sie von ihren beiden Sikh-Leibwächtern umgebracht wurde, ist mit Glas abgedeckt, um die Blutspuren zu erhalten. Ein anderes Kapitel in Indiens modernerGeschichte schlägt das Nehru Museum an der Teen Murti Road bei Chanakyapuri auf, wo die Residenz des ersten Premiers Indiens in eine faszinierende Fundgrube für Dokumente und Fotografien über sein Leben verwandelt wurde. Eine Licht- und Tonshow befaßt sich jeden Abend mit seinem Leben und der Unabhängigkeitsbewegung. Das Gandhi Smriti Museum in der Tees January Marg steht am Ort von Gandhis gewaltsamem Tod. Alle diese Museen sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet und montags geschlossen. Eisenbahnfans muß man sicher nicht ermuntern, Delhis interessantes Rail Museum (Eisenbahnmuseum) in Chanakyapuri (hinter der Botschaft Bhutans) zu besuchen. Zu den Leckerbissen zählen eine Dampflok von 1855 und ein vizeköniglicher Speisewagen von 1908. Das Museum ist vollgestopft mit faszinierenden Eisenbahnutensilien; das exzentrischste Exponat ist der gebrochene Schädel des Elefanten, der 1894 gegen den Zug nach Kalkutta antrat und verlor. Original-Zugschilder werden für 400 Rs bis 1000 Rs verkauft. Geöffnet von 8.30 bis 11.30 Uhr und von 16 bis 19.30 Uhr (April bis Juni) sowie von 10.30 bis 17 Uhr (Juli bis März). Andere erwähnenswerte Museen sind das Puppenmuseum in der Bahudur Shah Zafar Marg mit über 6000 Puppen aus 85 verschiedenen Ländern, das National Museum of Modern Art in der Dr. Zakir Hussain Marg und das Tibet House, Institutional Area 1, Lodhi Road Letzteres zeigt zeremonielle Gegenstände, die zusammen mit dem Dalai Lama aus Tibet kamen, als dieser vor der chinesischen Invasion floh; tibetisches Kunsthandwerk wird verkauft, und oft werden Vorträge und Diskussionen veranstaltet, zu denen Besucher willkommen sind. Wer mit exotischen Einkäufen beladen nach Hause kommen will, für den ist Delhi gerade der richtige Ort. Indiens quirlige Marktplätze und Geschäfte fließen von Waren aus dem ganzen Land über. Geschicktes Feilschen zahlt sich in Delhi aus, wo die Preise wegen der Touristen oft hoch inflationär sind - aber bei Kennern genauso schnell sinken. Das Zentrum ist der Connaught Place, und am besten beginnt man seine Einkaufstour in den Government Emporiums mit ihren festen Preisen. Selbst wenn man in diesen Regierungskaufhäusern nichts ersteht, erhält man einen Einblick in Auswahl, Qualität und Preise der Waren, die man später auf dem Basar oder in anderen Geschäften kaufen möchte. Das zweistöckige Central Cottage Industries Emporium an der Janpath bietet eine große Auswahl an Stoffen, Kunsthandwerk, Möbeln, Keramik, Teppichen und Schmuck. Auf der anderen Seite des Connaught Place haben sich in der Baba Kharak Singh Marg eine große Anzahl dieser staatlichen Kaufhäuser angesiedelt, jedes auf das Kunsthandwerk eines Staates spezialisiert. Eine eindrucksvolle Morgenexkursion. Besonders gut sind Tamil Nadu mit bunten Laternen und Regenschirmen, riesigen Terrakottatieren, Bronzen und Masken aus Papiermache, Bihar mit feiner Rohseide, Nagaland mit Stammesteppichen und Bambuskörben, Orissa mit ungewöhnlichen /kat-Stoffen und Spielzeug und Gujarat mit feinen Geweben, bestickten Stoffen und lackierten Möbeln. Der einzige Nachteil dieser Emporien (von 10 bis 18 Uhr geöffnet) ist ihre vorsintflutliche Verkaufsmethode: Rechnung dreifach an einem Schalter, Abholung an einem anderen. Genau gegenüber liegt der Regal Building Complex. Es lohnt sich, dort den Khadi Gramodyog Bhawan zu besuchen, der auf Khadi spezialisiert ist, einen groben Stoff, der von Hand gesponnen, gefärbt, gewoben und bedruckt wird, im Gegensatz zu Handwebstuhlstoffen, die zwar auch von Hand gewebt, aber in der Spinnerei gesponnen sind. Die Preise werden von der Regierung gestützt, um die Baumwollindustrie zu fördern. Überall hängen Bilder von Mahatma Gandhi, der alle Inder angehalten hatte, britische Stoffe zu verbrennen und als Zeichen der Unabhängigkeit nur noch Khadi zu tragen. Im selben Block, an der Parliament Street, führt The Shop qualitativ hochwertige Lederwaren, modernes Leinen, handbedruckte Stoffe und Keramik. Am Connaught Place noch zu empfehlen: Der Palika Bazaar, ein unterirdisches Labyrinth von 300 Läden, und der Tibetische Markt an der Janpath mit preiswerter Kleidung, Volksschmuck, Bronzen, Schnitzereien und Nippes. Neben den Kuriositätenläden von Chandni Chowk (um die Jama Masjid) ist ein weiteres spaßiges Erlebnis der lebendige Sonntagsmarkt an der Mahatma Gandhi Road, bekannt als Chow Bazaar. Seit der Mogulzeit wird hier eine außergewöhnliche Auswahl von Alt und Neu verkauft, daneben zeigen wandernde Zirkusartisten todesmutige Kunststücke.Antiquitäten und Raritäten sind die Stärke des Sunder Nagar Market mit seinen 40 Antiquitäten- und Kunstgeschäften an der Dr. Zaldr Hussain Road, auf halbem Weg zwischen Oberoi Hotel und Purana Qila. Wenn Sie an der Echtheit einer Antiquität oder eines Schmuckstücks zweifeln, suchen Sie mit dem Verkäufer das National Museum oder das Edelsteinlabor der Regierung in der Barakhamba Road auf. Die besten Bücher gibt es auf dem Khan Market (bei den Lodhigärten), einem anspruchsvollen Markt mit The Bookshop für Neuerscheinungen; oder bei Oxford Book and Stationery Company, Scindia House, Connaught Place. Alle großen Hotels verfügen über Einkaufsarkaden, die besten haben die Taj-Gruppe mit ihren Khazana-Läden, das Maurya und das Imperial.
Den besten indischen Tee, hübsch als Geschenk verpackt, erhält man bei Tea Room Aap Ki Pasand, Netaji Subhash Marg, gegenüber dem Golcha Cinema in Alt-Delhi. Ziehen Sie stets das monatliche Delhi Diary zu Rate, einen äußerst nützlichen Kalender, der Sie mit alle Informationszentren, Reservierungbüros, Restaurants, Theatern, Botschaften, Hospitälernuws. bekannt macht. In Delhi sollte man sich schon über sein nächstes Ziel informieren und soviel wie möglich vorplanen und reservieren, um spätere Probleme zu vermeiden. Das Touristenhauptbüro ist das Governent of India Tourist Office, C 332-0005, 333- 08, Janpath 88; geöffnet täglich, außer Sonntag, von 9 bis 18 Uhr. Hier gibt es Informationen über alle Orte in Indien und gewöhnlich einen ten Stadtplan von Delhi; und hier bucht man je Führungen durch Neu-Delhi (morgens) nd Alt-Delhi (nachmittags), die von ITDC 20 Rs) und DTDC (14 Rs) durchgefüht werden.  Indiens berühmtestes, phantastisch schönes und gutgeführtes Tigerreservat liegt 267 km nordöstlich von Delhi in Uttar Pradesh und kann leicht in sechs Stunden mit dem Wagen oder der Bahn (bis Ramangar, der nächstgelegenen 50 km entfernten Station) erreicht werden. Namensgeber war Jim Corbett, der zwischen 1907 und 1939 in dieser Gegend Tiger und Leoparden jagte und dessen wunderbare Erlebnisse und instinktives Verständnis dieser faszinierenden Tiere eine Serie von Büchern nach sich zog, am bekanntesten wohl Die Menschenfresser non Kumaon. Im Corbett Park leben Krokodile, Elefanten, Leoparden, der Schwarzbär des Himalaya, Wildschweine, Hirsche, das Chital und eine atemberaubende Vogelwelt (585 Arten). Aber die Aussicht, einen Tiger zu sehen, lockt die Leute in Wirklichkeit an. Steigen Sie in einer der vielen Forsthütten ab, alle sind bequem, günstig und servieren einfaches Essen. Ihre identischen Namen verwirren allerdings.

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