Türkei im zweiten Weltkrieg
Die Türkei, die den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbehelligt überstand, suchte in der Nachkriegszeit verstärkt die Zusammenarbeit mit den USA und trat der NATO bei. Wirtschaftliche Not, innenpolitische Kontroversen, Terror von rechts und links sowie Konflikte mit dem NATO-Partner Griechenland wegen der Ägäis und Zypern führten das Land allerdings während der siebziger Jahre in eine schwere Krise, von der es sich bis heute nicht erholt hat und aus der ihm jetzt mit internationaler Hilfe herausgeholfen werden soll. Jugoslawien formierte sich Ende 1945 als blockfreie föderative Volksrepublik, in der es dem Kommunisten- und Partisanenführer Tito gelang, die unterschiedlichen Volksgruppen unter dem Dach eines nationalslawischen Sozialismus zu einen. Griechenland wurde nach einer Zeit innenpolitischer Wirren wieder Königreich und 1953 Mitglied der NATO. Ein Staatsstreich im Jahre 1967 führte vorübergehend zur Militärdiktatur. Nach Abschaffung der Monarchie im Jahre 1973 und dem innenpolitischen sowie außenpolitischen Scheitern der Diktatur wurde das Land 1974 schließlich eine demokratische Republik. Spanien, das unter dem Franco-Regime lange Zeit isoliert war, fand erst Ende der fünfziger Jahre Zugang zu internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen oder der OECD und öffnete sich nur allmählich. Das Ende der Franco-Ära Anfang der siebziger Jahre war gekennzeichnet durch separatistische Bestrebungen, besonders im Baskenland, und durch wachsende innenpolitische Unruhe, aber auch durch erste Reformansätze, die allerdings erst nach dem Tode des Diktators unter der frei gewählten Regierung Suarez und dem wiedereingesetzten König (Juan Carlos I.) zum Tragen kamen.
