Juni 23rd, 2009 von Julia

Timor (33600 km2; 2,5 Mio. Bewohner) ist die größte der Kleinen Sundainseln. Die relativ trockene Insel ist über weite Flächen von Savannenvegetation bedeckt. Ihre höchste Erhebung ist der Berg Ramelau (2920 m ü.d.M.). Bis zur japanischen Besetzung im Jahre 1942 war die Insel politisch in Niederländisch-Timor und PortugiesischTimor (Nordostteil der Insel) aufgeteilt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Niederländisch-Timor an Indonesien; Portugiesisch-Timor, das ab 1952 den Status einer portugiesischen Überseeprovinz hatte, wurde 1975 von indonesischen Truppen besetzt. Mitte 1976 optierten etwa zwei Dutzend Stammesführer aus Ost-Timor für den Anschluß ihres Gebietes an Indonesien; daraufhin wurde Ost-Timor unter dem Namen ‘Lore Sae’ die 27. indonesische Provinz (Hauptstadt: Dili). Der Osten der Insel Timor ist seit den blutigen Auseinandersetzungen des Jahres 1975 für Touristen nicht zugänglich. Die Molukken, indonesisch Maluku (83675 km²; 1,5 Mio. Bewohner) sind die östlichste Inselgruppe (eigene Provinz) des indonesischen Archipels. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und haben ein sehr bewegtes Relief; ihre höchsten Gipfel ragen über 2700 m Meereshöhe auf. Die Hauptinseln, seit der Antike als ‘ Gewürzinseln ‘ (Gewürznelken, Muskatnüsse, Pfeffer, Zimt) bekannt, sind Halmahera, Seram, Buru, Morotai, Obi und Ambon. Die Bewohner der Molukken sind, wenn man deren sprachliche Vielfalt betrachtet, mit den Melanesiern und den Papua verwandt. Sie wurden im Lauf ihrer Geschichte, besonders aber seit dem 16. Jahrhundert ständig in kriegerische Auseinandersetzungen mit ihren westlichen Nachbarn verwickelt. Sie schlossen sich daraufhin bald den kolonisierenden Niederländern an. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der japanischen Besatzungszeit wurden die Molukken dem neu gegründeten Staat Indonesien zugeschlagen. Die Unzufriedenheit über diese Entscheidung hielt bei den Molukkern bis in die siebziger Jahre unseres Jahrhunderts. Sie versuchten damals vergeblich, Druck auf die niederländische Regierung auszuüben (Terrorakte und Geiselnahme in den Niederlanden), die beim Aufbau eines autonomen Molukkenstaates helfen sollte. Wichtigstes Touristenziel im Bereich der Molukken ist die Insel Ambon mit der gleichnamigen Provinzhauptstadt, die schon im 16. Jahrhundert von den Portugiesen zu einem Gewürzhandelsplatz ausgebaut worden war. Später richteten die Niederländer hier eine Handelsniederlassung ein. Zahlreiche kolonialzeitliche Bau- zeugen erinnern heute noch an jene Epoche. Besonders gilt dies für das Fort Victoria in Ambon, das Fort Amsterdam (’Kasteel van Verre’) in der Nähe von Hitu und die holländische Kirche in Hila. Entlang der Straße von Ambon nach Hila sieht man noch Gewürznelken- und Muskatnußpflanzungen. Ansonsten sind viele frühere Gewürzplantagen verschwunden. Stattdessen treten nunmehr Hartholzwälder, Kokosnußplantagen und Kautschukpflanzungen in den Vordergrund. Etwa 100 km von Ambon entfernt liegt das Korallenatoll Marsegu mit prachtvollen:’Unterwassergärten (Korallen, Seelilien, tropische Fische).

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