Januar 23rd, 2010 von admin

Die fünf Seerosenblätter im Stadtwappen der „Seenstadt” Nettetal symbolisieren die fünf ehemals selbständigen Städte und Gemeinden, die seit 1970 eine neue Einheit bilden. Das Flüßchen Nette bildet hier in den Talauen eine Kette von Seen und Weihern, die zusammen mit dem Röhricht, den dunklen Erlenbruchwäldern und Pappelalleen das Bild dieser reizvollen Landschaft an der deutschniederländischen Grenze bestimmen. Weite Wiesen und Ackerflächen rund um die Seen fügen sich harmonisch in die parkähnliche Landschaft ein. Die 12 Seen im Stadtgebiet von Nettetal entstanden durch Stauung der Nette in der Nacheiszeit, als die Scholle des Venloer Grabens am Höhenzug Viersen-Hinsbeck brach und mit der darüber- liegenden Hauptterrasse absank. In den folgenden Jahrtausenden verlandeten die Wasserflächen und bildeten weite Moorgebiete. Durch das Austorfen im 14.-17. Jahrhundert entstanden die Seen in ihrer heutigen Form. Die 12-Seen-Kette bei Nettetal ist der touristische Mittelpunkt im Deutsch-Niederländischen Naturpark „Maas-Schwalm-Nette” mit seinen grenzüberschreitenden Wanderwegen und der 156 km langen „Maas-Schwalm-Nette-Route” für Ausflüge mit dem Wagen. Sehenswürdigkeiten: Charakteristisch für diese weite Parklandschaft sind die Wind- und Wassermühlen entlang der Nette und in der Umgebung. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die alte Wassermühle im Stadtteil Leuth, die mit ihrem eichenen Balkenwerk und den mächtigen Mahlsteinen den stimmungsvollen Hintergrund für ein Speiserestaurant bildet. Inmitten der Hinsbecker Seenplatte liegt auf einer Insel das vierflügelige Schloß Krickenbeck (16. Jh.) mit dem Rundturm an der Nordecke, das zu den größten niederrheinischen Wasserburgen gehört. Im Innenhof findet man schöne Arkaden aus der Zeit der Renaissance. Die 500 Jahre alte Burg Ingenhoven im Stadtteil Lobberich mit dem idyllischen Park und kleinen Weiher befindet sich heute in städtischem Besitz und beherbergt ein Hotel-Restaurant. Die am Nordrand der Seenkette liegenden Krickenbecker Seen — der Hinsbecker und Glabbacher Bruch, der Poelvennsee und der Schroliksee — sind als Lebensrevier seltener Vogelarten eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete am Niederrhein. Das gesamte Gebiet zwischen dem Breyeller See im Süden und dem Poelvennsee im Norden ist auch gut geeignet für Radwanderungen.

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